Sonnenball 2005 auf Schloss Nischwitz



Der Graf wurde sichtlich angenehm unterhalten und war Gerüchten der Dienerschaft zufolge nicht nur amüsiert sondern auch noch gut gelaunt :)

Im Gegensatz zum letzten Jahr eine rundum wirklich gelungene Veranstaltung.
Naja, beinahe - die Eintrittskarten waren optisch diesesmal eine herbe Enttäuschung, aber ansonsten wurde viel geboten. Es waren bestemfalls noch die die Hälfte bis Zweidrittel der Gäste aus den vorhergehenden Jahren anwesend, dafür fehlte nahezu vollständig die Abendkleider-Fraktion, was beim Ambiente dann doch merklich auffiel. Einige waren da, die noch vor Wochen verkündet hatten, daß sie niemals nicht nie wieder dort erscheinen werden (war trotzdem nett sie dort zu treffen), einige fehlten bedauerlicherweise, obwohl sie kommen wollten.
Die Veranstalter lernen zusehends dazu - keine moderne Bühne mehr wie letztes Jahr, kein Hindernislauf durchs Untergehölz wie vorletztes Jahr, keine albernen Gesellschaftsspiele die niemanden interessieren, keine Werbeschirme im Park, das Buffet schlangenfreundlich aufgestellt ...

Nachdem Mademoiselle sich alljährlich darüber echauffierte, zu Fuß zum Ball gehen zu müssen, gelang es dem Grafen dieses mal für die Strecke vom Hotel zum Schlosse eine Kutsche für sich und Mademoiselle Salvatiera zu bestellen ... was für ein Erlebnis :) - dekadent? Ja, sicherlich, aber wie sonst ließe sich ein angemessener Auftritt am Schloße arangieren? :)

Dort angekommen wurde über alle Maßen der Lustbarkeit gefröhnt - frühbarocke Arien zur Laute an der Wandeltreppe, Singspiel "Bastien und Bastienne" auf der Freilicht"bühne", Unterhaltungen mit alten und neuen Bekannten, eine Verlosung durchaus schöner Preise, eine vortreffliche Auswahl an delikaten Speisen, der große Hofball mit überschaubarer Teilnehmermenge und angenehmer Länge, ein barockes Feuerwerk und einige ... verschwiegende Momente mit der Damenwelt machten den Sonnenball zu einem wunderbaren Erlebnis der besonderen Art.

© 2003-2007 Holger Rinke. Letzte Aktualisierung: 24.12.2006

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