
Holger Manfred Karl Albert
Graf Schüller-Correns
Wie bei allen Charakteren, so wird auch die Geschichte dieses Charakters nach wie vor geschrieben. Es können sich also durchaus noch Änderungen ergeben. Aber als grobe Richtlinie mag sie dienen.
Der Herr Graf Schüller-Correns war aufgrund seiner progressiven Vorstellungen und seiner Nähe zumParis, Wien oder Prag entpuppten sich als zu teuer für seinen Geldbeutel einfachen Plebs und dessen Vergnügungen mit seinem Vater arg zerstritten. So sehr, daß ihn dieser bei kargem Taschengeld des Hauses verwies. Nach einer Reise quer durch das Europa strandete er in Aix la Chapelle, welches seiner Ansicht nach sowohl seinen Ansprüchen an den Lebensstil, als auch seinem Geldbeutel angemessen erschien (Paris, Wien oder Prag entpuppten sich als seinen Ansprüchen angemessen aber zu teuer für seinen Geldbeutel).
Selbstverständlich war er auch hier nicht in der Lage hauszuhalten und fröhnte der Dekadenz, dem Spiele und den Frauen er bewegte sich nur in den besten Kreisen, Leben in Aachens besseren Kreisen ...speiste in den vornehmsten Etablissements, besuchte regelmäßig die besten Bäder und so war es unumgänglich, daß am Ende des Geldes regelmäßig noch viel zu viel Monat übrig war da von seinem Vater keine weitere Unterstützung zu erwarten war verdingte er, der er sich im gesellschaftlichen Leben der Badelandschaft Aix la Chapelles fürwahr gut auskannte, als Acompositeur du dames.
Diese Tätigkeit brachte ihm ein erklägliches Auskommen, aber Bescheidenheit ist wahrlich nicht eine seiner Primärtugenden und dementsprechen bedürfte es weiterer Einkommensquellen ... so bemühte er sich (erfolglos mangels Talent) als Landschaftsmaler, schrieb unter Pseudonym für diverse Zeitungen und soll auf diesem Wege Verbindungen zum französichen Bureau Deuxième bekommen haben für den er, der er den Wert von Wohlwollen mächtiger Persönlichkeiten kennt wohl einige male in höherer Gesellschaft zu Diensten war - trotz seiner für einen Aachener typischen Abneigung gegenüber Frankreich, der er auch sein wirklich schlechtes Französich verdankt. Aber seine leidliche Bekanntheit in Aachen (für die er immer wieder selbst sorgt :) ) war ihm für diese Dienste wohl äusserst hilfreich, ermöglichte sie ihm doch Umgang und Korrospondenzia über ganz Europa hinweg, das regelmäßig in Aachen zu Gast war. Einige kleinere Betrügereien beim beliebten Glücksspiel und eine vermutete Mitgliedschaft bei einer der umtriebigen Räuberbanden runden dann sein Verdienstportfolio wohl entsprechend ab.
Ihm wird darüberhinaus eine Liaison mit der spanischen Mademoiselle Viktoria Carmencita de la Salvateria nachgesagt.
© 2003-2007 Holger Rinke. Letzte Aktualisierung: 01.02.2008